VDMA: Jamaika muss mit Steuerplus Investitionsanreize schaffen

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Die Steuerschätzung gibt nach Ansicht von VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers der künftigen Bundesregierung ausreichend Spielräume, um durch eine steuerliche Forschungsförderung und die Einführung einer degressiven Afa (Abschreibung für Abnutzung) Investitionsanreize zu setzen.

Dr. Ralph Wiechers, Mitglied in der VDMA-Hauptgeschäftsführung, erklärt: „Sowohl die Energiewende als auch die Digitalisierung stellen Deutschlands industriellen Mittelstand vor enorme Herausforderungen. Auf die vielen Zulieferer und Ausrüster der Automobilindustrie in unseren Reihen kommt die Umstellung auf neue Antriebstechniken noch hinzu. Ohne massive Investitionen in die Produktion werden die Unternehmen diese Aufgabe nicht meistern können. Deshalb muss die nächste Bundesregierung den fiskalischen Spielraum, der laut Steuerschätzung unverändert besteht, auch dazu nutzen, steuerliche Investitionsanreize zu schaffen. Das muss zum einen durch die seit langem versprochene steuerliche Forschungsförderung geschehen, zum anderen durch eine unbefristete degressive Abschreibung für Abnutzung, kurz AfA. Denn die Abschreibung für Abnutzung wird ihrem Namen nur gerecht, wenn sie degressiv erfolgt, das heißt, wenn sie entsprechend der Wertminderung im ersten Jahr hoch ist und in den Folgejahren geringer wird. Nur so wird der tatsächliche Wertverlust einer Investition abgebildet – zumal bei fortschreitender Digitalisierung. Durch Einführung der steuerlichen Forschungsförderung sowie der degressiven Afa kann Jamaika den Investitions- und Innovationsschub auslösen, den unser Land dringend braucht.“