Wirtschaftspolitische Positionen des Maschinen- und Anlagenbaus 2019

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Traditionell zum Jahresbeginn überarbeitet und aktualisiert der VDMA seine wirtschaftspolitischen Positionen.

Der VDMA veröffentlicht jährlich seine Gemeinsamen wirtschaftspolitischen Positionen zu den Themen: Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik, Außenwirtschaft, Digitalisierung und Industrie 4.0, Energie- und Klimapolitik, Europa, Fachkräftesicherung und Bildung, Forschung, Soziale Sicherung, Steuerpolitik, Technikpolitik, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Zukunftsfähiger Staat. Übergreifender Schwerpunkt der 2019er Auflage ist das Thema Bürokratieabbau.

Fast überall auf der Welt nehmen nicht nur protektionistische Tendenzen zu, sondern auch bürokratische Gängelei und politische Bevormundung. Die Entfaltungsmöglichkeiten der Unternehmen werden dadurch immer weiter eigeschränkt. Das ist keineswegs nur außerhalb Europas der Fall. Auch innerhalb der EU ist die unternehmerische Freiheit – einst als wichtige Voraussetzung für gesellschaftlichen Wohlstand allgemein anerkannt – in Gefahr.

In der Neuauflage setzen sich die wirtschaftspolitischen Positionen des VDMA deshalb kritisch mit der Reglementierung durch Bund, Länder und EU auseinander. Das geschieht sachlich, das heißt zahlen- und faktenbasiert. Die Quintessenz lautet diesmal: Oft zögert die Politik gerade dort, wo praktisches Handeln nottut, zum Beispiel beim Ausbau der digitalen Infrastruktur; und gerade da, wo Marktkräfte zu guten Ergebnissen führen, entfaltet die Politik ein Übermaß an gesetzgeberischer Aktivität, z.B. auf dem Arbeitsmarkt mit Rekordbeschäftigung, hoher Jobsicherheit und überdurchschnittlichen Löhnen. Kein Wunder also, dass wir leider durchgängig durch alle Politikbereiche eine weitere Bürokratisierung feststellen müssen.

Der VDMA erkennt an, dass die Politik vor großen Herausforderungen steht. Ein guter Teil davon fordert auch unsere Mitglieder heraus, sei es der Protektionismus, der Klimawandel, die Digitalisierung oder die Künstliche Intelligenz. Hier liegen aber auch Chancen, die wir ergreifen wollen. Wir wollen dabei ein guter Partner sein, der mit der Politik die anstehenden Herausforderungen meistert. Um ihren Beitrag leisten zu können, brauchen die Unternehmen dazu mehr und nicht weniger Freiraum.

Carl Martin Welcker, VDMA-Präsident

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